Passau steht auf!

Eine Initiative für eine lebendige und offene Stadt


Schotten dicht, wir wollen euch nicht?

Mit ihren Maßnahmen gegen den Tourismus gefährdet die Stadtverwaltung die schon jetzt gebeutelte Wirtschaft der Altstadt


Anlegeverbot für Kreuzfahrtschiffe

Die Stadt hat bereits im März eine Allgemeinverfügung erlassen, nach der das Anlegen von Kreuzfahrtschiffen im gesamten Stadtgebiet bis auf Weiteres verboten wird. Die Allgemeinverfügung ist ausdrücklich nicht befristet worden.

Das Verbot bleibt weiterhin bestehen

Trotz Lockerungen im gesamten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben, hebt die Stadt das pauschale Anlegeverbot nicht auf. Stattdessen muss jedes einzelne Schiff, das in Passau anlegen möchte, aufwendig eine Ausnahmegenehmigung beantragen.

Ausnahmegenehmigung mit Auflagen

Die Stadt hat am 02.06.2020 bekannt gegeben, dass sie eine Ausnahmegenehmigung nur unter extrem strengen Auflagen erteilen wird. Diese sind u. a.:

  • Maximal 50 % Belegung auf den Schiffen
  • Nur Schiffe, die auch in Passau ihre Gäste einschiffen, dürfen überhaupt in Passau anlegen (!)
  • Liegestellen A1 und A2 bleiben vollständig gesperrt
  • Anlegen in zweiter oder dritter Reihe ist untersagt, d. h. nur drei Schiffe sind zeitgleich im Altstadtgebiet erlaubt (A5, A13, A14)

Diese Auflagen führen zu einem faktischen Verbot des Kreuzfahrttourismus in der Stadt, denn selbst wenn die Reedereien sich die Mühe machen, für jede einzelne Anlegung eines ihrer Schiffe eine Ausnahme zu beantragen, werden sie diese extremen Auflagen nicht erfüllen können.

Gefahr für die Wirtschaft

  • Die Verwaltung der Stadt sendet ein fatales Signal an die Reedereien, dass ihre Gäste in Passau nicht willkommen sind.
  • Keine andere Stadt an der Donau erlässt zusätzlich eigene Maßnahmen gegen die Kreuzfahrtschifffahrt.
  • Die Reedereien planen langfristig. Schon jetzt werden die Reisepläne für 2021 und 2022 gemacht.
  • Werden die Verbote in Passau jetzt nicht gelockert, besteht die Gefahr, dass die Schiffe einfach an Passau vorbeifahren werden. Und das nicht nur dieses Jahr!
  • Existenzbedrohende Umsatzeinbußen für Läden, Cafés, Gastwirte, Künstler, Stadtführer und andere Gewerbetreibende der Altstadt wären die Folge, weit über Corona hinaus.
  • Die Lebensqualität aller Passauer ist bedroht, wenn die historische Altstadt ausblutet.

Gesundheitsschutz ist möglich, ohne dass der Altstadt die Lebensgrundlage entzogen wird!